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Monika Berbner
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Letzte Aktualisierung: 07.01.2012

 

Katholische Kirchenmusik
Ober-Abtsteinach e.V.

49 Jahre Katholische Kirchenmusik Ober-Abtsteinach

- chronik -

 

Wo die Sprache aufhört,
fängt die Musik an.
 

Die Aufzeichnungen sollen dazu dienen, das Vereinsleben in Worten festzuhalten um vor allem die Leistungen der Musikkapelle für spätere Zeiten in Erinnerung zu behalten.

Nachfolgenden Generationen soll diese Chronik stets ein Ansporn zur Weiterpflege der Kirchenmusik Ober-Abtsteinach und der Blasmusik sein.

Unsere Hochachtung und Erinnerungen gelten dem verstorbenen Ehrenvorsitzenden der KKM, Herrn Hans Arnold, dessen Recherchen und Aufzeichnungen einem großen Teil dieser Chronik zugrunde liegen.

Thomas R. Lammer

 

1963-1974

Ein für die Gemeinde Abtsteinach folgenträchtiges Feuerwehrfest findet im Frühjahr 1963 in Bürstadt statt. In den Reihen der Abordnung aus Ober-Abtsteinach sind auch die Herren Heinz Wetzel, Willibald Berbner und Hans Schmitt. Letzterer ist ein Vollblutmusiker, bekannt als früherer Leiter einer Blaskapelle aber auch als Tanz- und Militärmusiker. Angesichts einer mit dem Festzug wohlklingend vorbei ziehenden Blaskapelle stellt Heinz Wetzel fest: „Das wär doch auch was für Stonisch!“ Willibald Berbner und Hans Schmitt nehmen den Gedanken sofort auf. Dass die drei Herren in ihrem Gespräch die Initialzündung zur Gründung einer Blaskapelle geben, die heute nach 40 Jahren zu den besten der Region zählt, können sie in diesem Frühjahr des Jahres 1963 noch nicht erahnen.

Zusammen mit Josef Kohl, der sich der Idee gerne anschließt, werden im Mai 1963 erste Vorgespräche zur Gründung mit Pfr. Georg Dengler geführt. Begeistert sagt Pfarrer Dengler seine volle Unterstützung bei der Umsetzung des Vorhabens „Blaskapelle in Ober-Abtsteinach“ zu. Er ist wie gefesselt von dem Gedanken, künftig kirchliche Feste durch die Mitwirkung einer eigenen Blasmusik zu bereichern. Am 1. Juni 1963 kommt es zur Gründung des Vereins, der fortan den Namen „Katholische Kirchenmusik Ober-Abtsteinach“ führen soll. Mit der Ausbildung des Musikernachwuchses und der Aufgabe des musikalischen Leiters wird Hans Schmitt betraut, der nicht nur die notwendigen Kenntnisse als Ausbilder und Dirigent besitzt, sondern vom ersten Tag an mit großem Engagement an die Sache herangeht. 11 junge Männer sind in diesen Junitagen des Jahres 1963 bereit, aktiv dem neu gegründeten Verein beizutreten: Peter Becker, Willibald Berbner, Franz Jöst, Hans Kunkel, Leonhard Kunkel, Peter Molitor, Günter Schmitt, Heinz Schmitt, Hans Unrath, Heinz Wetzel und Michael Wetzel. Als Gastspieler kommen Artur Kumpf und Peter Schmitt hinzu.

Die ersten Instrumente werden aus den Beständen früherer Kapellen zunächst ausgeliehen, später gekauft. Die Bürger der Gemeinde merken offensichtlich, dass hier etwas wächst, dessen Unterstützung sich lohnt. Eine erste Werbung erbringt auf Anhieb den Beitritt von 144 passiven Mitgliedern. Pfarrer Dengler, der sich die Entwicklung der Kirchenmusik ganz oben auf seine Fahne schreibt, beantragt den Beitritt zum Diözesanverband der Bläserchöre im Bistum Mainz. Der Seelsorger und spätere Präses weiß auch, dass ein schneller Aufbau der Kirchenmusik nur mit den nötigen finanziellen Mitteln möglich ist. Kirchliche Mittel, Kollekten, der Erlös eines Bangertfestes und größere persönliche Spenden von ihm selbst ermöglichen die Anschaffung von Instrumenten und Noten. Aber auch das Land Hessen, die Gemeinde Abtsteinach und viele Gönner aus weiten Kreisen der Bevölkerung reihen sich in die Liste der finanziellen Unterstützung der Kirchenmusik ein. Hans Schmitt widmet sich mit viel Geduld und Idealismus der Ausbildung der Musiker. Und obgleich seine Schützlinge ohne musikalische Vorkenntnisse sind, wartet die „KKM“ bereits an Weihnachten 1963 mit 2 Liedern im Hochamt auf. Der erste Auftritt ist die beste Werbung für neue aktive Mitglieder. Die wöchentlichen Proben finden im kleinen Raum über der Sakristei der Pfarrkirche statt. In den Wintermonaten bringt jeder Musiker Brennholz und Briketts mit um den Raum zu heizen und Fingern, Mund und Instrument die nötige „Betriebstemperatur“ zu geben. Als der Raum die Zahl der Musiker nicht mehr fassen kann, wird im Turnsaal des alten Schulhauses und später in den Gasthäusern „Zur Starkenburg“ und „Zum Odenwald“ geprobt. Mit der Einweihung des Pfarr- und Jugendheimes im Jahre 1969 findet die Katholische Kirchenmusik schließlich eine dauernde Bleibe.

Am 7 Januar 1964 beruft Pfarrer Georg Dengler eine konstituierende Versammlung im Café Krapp ein, die Hans Arnold zum 1. Vorsitzenden und Hans Rohr zum Kassenwart der Kirchenmusik wählt. Die Aufgaben des Schriftführers übernimmt Hans Arnold, Heinz Wetzel die des Notenwartes und Hans Kunkel ist Vertreter der Aktiven im neuen Vorstand. Der Dirigent ergänzt die Vereinsführung. Der spätere Ehrenvorsitzende Hans Arnold arbeitet die Satzung des Vereins aus und schreibt in die Präambel:
„Die Mitglieder der Katholischen Kirchenmusik zu Ober-Abtsteinach, treu im Glauben ihrer Väter und von dem Willen beseelt, den Gottesdienst an hohen kirchlichen Feiertagen und bei sonstigen besonderen Anlässen durch ihre Mitwirkung feierlich zu gestalten und auch bei außerkirchlichen Feiern der Pfarrgemeinde ihr Können zur Verfügung zu stellen, haben sich diese Satzung gegeben!“

Bild der Kapelle vom 15.08.1964

In einer Versammlung am 8. November 1964 wird der amtierende Vorstand komplett im Amt bestätigt. Zeitgleich werden die Jungmusiker Herbert Ester, Helmut Flößer, Kurt Kohl, Werner Kohl, Theo Rohr und Lothar Schmitt nach erfolgreicher Grundausbildung in die Kapelle übernommen. Die ersten 2 Jahre in der nunmehr 40-jährigen Geschichte der Kirchenmusik verdienen hier besondere Beachtung. Die Musiker der ersten Stunden haben weitgehend bei „Null“ begonnen doch bereits nach knapp zwei Jahren ist das Repertoire der KKM soweit gediehen, dass nicht nur kirchliche sondern auch weltliche Veranstaltungen musikalisch umrahmt werden können.

Seit 1965 ist die Musik mit ihren Klängen am Volkstrauertag, beim Seniorentag der Gemeinde oder beim traditionellen Fastnachtsumzug des OKACLU, um nur einige Beispiele zu nennen, nicht mehr wegzudenken. Unvergessen bleibt hier im Jahre 1965 der feierliche Empfang einer französischen Fußballmannschaft in der Gemeinde, bei dem Gäste wie Gastgeber mit der jeweiligen Nationalhymne begrüßt werden. Die Jahresausflüge, die ab 1977 mehrtägig durchgeführt werden, sind bis auf den heutigen Tag gesellige Höhepunkte des Vereins. Ab 1967 pflegt die Katholische Kirchenmusik Ober-Abtsteinach freundschaftliche Kontakte mit benachbarten Musikkapellen, die sich nach wie vor durch gute Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung auszeichnen.

Im Jahre 1969, 6 Jahre nach ihrer Gründung, besteht die Kirchenmusik aus 28 aktiven und 192 passiven Mitgliedern. 5 Musiker befinden sich seinerzeit in Ausbildung. Im gleichen Jahr absolvieren die Aktiven Helmut Flößer, Lothar Schmitt und Albrecht Schütz erfolgreich einen Dirigentenlehrgang.

Bild der Kapelle vom Mai 1969

Meilensteine in der 40-jährigen Geschichte der KKM sind die jährlichen Konzerte am Vorabend zum Muttertag, die die musikalische Entwicklung des Orchesters immer wieder beeindruckend unterstreichen. Das erste dieser Konzerte findet am 11. April 1970 zusammen mit dem Musikverein Heiligkreuzsteinach unter der Leitung der Dirigenten Hans Schmitt und Artur Kumpf im Jugendheim statt. Um eine einheitliche Bekleidung der Musiker bei Auftritten zu gewährleisten, werden 1971 blaue Hemden mit dunkelblauen Krawatten angeschafft. Die linke Armseite zeigt das Wappen der Gemeinde mit der Umschrift „Kath. Kirchenmusik Ober-Abtsteinach“. In der Jahreshauptversammlung dieses Jahres wird der Vorstand um einen weiteren Beisitzer erweitert: Michael Wetzel, der heutige  Ehrenvorsitzende, wird seinerzeit mit der Aufgabe des Jugendvertreters betraut. Zum Zeitpunkt der Ernennung des Mitbegründers Pfr. Georg Dengler zum Ehren-Präses der Kirchenmusik im Jahre 1972 besteht der Verein aus 37 Aktiven und 207 Passiven. Und in den Sommermonaten des Jahres 1974, kurz nach ihrem 10-jährigen Bestehen, erreicht die KKM das stolze Ziel von 40 aktiven Musikern.

Bild der Kapelle vom Mai 1976

1975-1983

Das Schönste was es gibt zum Glück ist die Liebe zur Musik

Im Jahre 1976 bedeutet die Ausrichtung des Diözesan-Musikfestes für die noch junge Kirchenmusik Ober-Abtsteinach die bislang größte Herausforderung in der Vereinsgeschichte. Man beobachtet dieser Tage wohl auch in der Vorstandschaft des Diözesan-Musikverbandes die steile Aufwärtsentwicklung der Kirchenmusik aus dem vorderen Odenwald. Die Musikerinnen und Musiker der KKM, deren Vorstandschaft und die Mitwirkung vieler Freunde aus dem Umfeld gestalten ein für alle unvergessenes Fest. Erstmals zeigt sich die Kirchenmusik in ihrer neuen Odenwälder Tracht. Als die Kapelle um Mitternacht mit klingendem Spiel in das große Festzelt einzieht, erheben sich die Gäste spontan von ihren Plätzen und spenden begeistert Beifall. Der feierliche Festgottesdienst wird von gut 700 Musikerinnen und Musikern aus der ganzen Diözese mitgestaltet, am festlichen Musizieren nehmen stolze 24 Bläserchöre teil. Ganz Abtsteinach feiert im Zeichen der Blasmusik mit. Die Bürger sind stolz auf ihre KKM. Über die Hälfte der hohen Anschaffungskosten der neuen Trachten haben sie im Vorfeld des Festes gespendet, der Restbetrag wird von den Aktiven selbst aufgebracht.

Nicht nur das Diözesan-Musikfest, auch eine zwei Zäsur des Jahres 1976 wird für die Kirchenmusik und deren weitere Entwicklung zum Meilenstein. Im November gibt Dirigent, Ausbilder und Mitbegründer der Kirchenmusik, Hans Schmitt, bekannt, sein Amt ab 1. Januar 1977 zur Verfügung zu stellen, da er die musikalische Leitung und Ausbildung der Musiker des Musikvereins Gorxheimertal übernommen hat. Seine Leistungen für die Katholische Kirchenmusik Ober-Abtsteinach und deren Entwicklung bleiben unvergessen.

Bild der Kapelle vom Juni 1977
Bild der Kapelle vom Juni 1977

Nachfolger von Hans Schmitt wird Artur Kumpf, der seine erste Musikprobe am 12. Januar 1977 im Jugendheim abhält. Mit Artur Kumpf übernimmt ein Musiker die musikalischen Geschicke des Vereins, der sich zur Aufgabe setzt, die Leistungsfähigkeit seiner Musikerinnen und Musiker nicht nur ständig zu verbessern sondern mit ihnen ein Repertoire zu haben, das in seiner Vielseitigkeit alle Facetten eines Blasorchesters angeht. Für dieses Ziel, das Artur Kumpf in den kommenden Jahren zielstrebig ansteuern wird, verfügt er im Jahre 1977 über 35 aktive Musikerinnen und Musiker. 226 passive Mitglieder unterstützen der Verein in diesen Tagen. 1977 führt der Verein seinen ersten mehrtägigen Ausflug nach Bad Tölz durch. Die Jahresausflüge, organisiert und geführt von Vorstandsmitglied Willibald Berbner, gehören fortan zum festen Bestandteil im Jahreslauf der Kapelle, bedeuten in jedem Jahr für die Teilnehmer gesellige Höhepunkte im Kreise der KKM-Familie. Auch in den Folgejahren werden Meilensteine gesetzt. Albrecht Schütz wird offiziell zum Vize-Dirigenten hinter Artur Kumpf gewählt. Zu diesem Zeitpunkt besteht der Verein aus stolzen 47 Aktiven und 246 Passiven. Darüber hinaus befinden sich weitere 12 Jungmusiker in der Ausbildung. Neben ihren Aktivitäten und Engagements im Kirchenjahr der Pfarrgemeinde und Diözese öffnet sich die Kirchenmusik immer mehr auch der „weltlichen“ Musik und den damit verbundenen Auftritten und Engagements. Im Jahre 1979 tritt der Katholische Kirchenmusik Ober-Abtsteinach dem Blasmusikverband Baden-Württemberg, Kreisverband Rhein-Neckar, bei.

Zu ihren Auftritten im außerkirchlichen Bereich wird die Musik künftig als Trachtenkapelle KKM Ober-Abtsteinach angekündigt. „Gott zur Ehre und den Menschen zur Freude“ – Worte, die für die Musikerinnen und Musiker zum Leitgedanken werden. Die intensive Öffnung nach außen hin und die darauf folgenden Auftritte und Engagements in der Region lassen die Zahl der passiven Mitglieder rasch ansteigen. Überall springen die Funken der Sympathie über und in nur einem Jahr wächst die Zahl der passiven Mitglieder auf 334. Ein folgenträchtiger Ausflug führt die KKM-Familie im Jahre 1979 nach Jungholz in Tirol. Spricht man heute von den „Bärenweibern“ so sucht der Laie wohl vergeblich Vergleiche zur weiblichen Tierwelt. Die „Beerenweiber“ der KKM, die Musikerfrauen, schreiben sich nicht von ungefähr mit „ee“. Die Geburtsstunde schlägt 1979 in Jungholz. Musikerfrauen sitzen in gemütlicher Runde im Ausflugslokal, dessen Getränkekarte eine ganze Reihe Dessertweine, also „Beerenweine“ anbietet. Es wird erzählt, dass sich die Damen erst zufrieden geben, nachdem sie alle Sorten gekostet haben. Es ist eine Weinprobe, die zum Ritual werden soll. Bis auf den heutigen Tag müssen Neubewerberinnen dieses Ritual bestehen, wollen sie sich fortan „Beerenweib“ nennen. Schnell werden die Beerenweiber unter der Führung von Brigitte Wetzel, der Ehefrau des Vorsitzenden, im Verein zu einer unverzichtbaren Institution, die fast schon Abteilungscharakter hat. Sie zeichnen sich durch selbstlose Unterstützung der Kirchenmusik in allen Belangen, besonders aber bei Festen und Feierlichkeiten aus. In eigener Regie sorgen sie für die Bewirtung und Bedienung der Gäste, nähen Kostüme, organisieren monatliche Treffen, Wanderungen und Ausflüge. Die Beerenweiber der KKM gehören nicht nur dazu, sie sind vielmehr ein pulsierender Teil des Vereins.

Im Jahre 1980 besteht die Katholische Kirchenmusik Ober-Abtsteinach aus 48 aktiven Musikerinnen und Musikern und 334 passiven Mitgliedern. Ein Jahr später stiftet die Gemeinde der KKM 14 Notenpultbehänge, die das Ortswappen und die Umschrift „Kath. Kirchenmusik Ober-Abtsteinach“ zeigen. Die Notenpultbehänge ergänzen sich harmonisch mit den Trachten der Musiker und runden bei den Auftritten der KKM das Gesamtbild gelungen ab.

Bild der Kapelle vom Mai 1981

In der Jahreshauptversammlung des Jahre 1981, am 28. März, stellt der bisherige Vorsitzende Hans Arnold sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung. Schweren Herzens, aber in der Gewissheit einer engagierten Nachfolge, legt er die Geschicke der Kirchenmusik fortan in die Hände von Michael Wetzel, den die Versammlung zum neuen 1. Vorsitzenden wählt. Hans Arnold wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Für sein Wirken im Dienste der Blasmusik werden ihm noch zahlreiche Auszeichnungen verliehen. Bis auf den heutigen Tag ist sein Gedankengut, sind seine Ideale in der Vereinsarbeit präsent. So erhebt sich der Vorstand nach jeder Sitzung und intoniert das Lied „Brüder reicht die Hand zum Bunde“, waren die Diskussionen zuvor auch noch so kontrovers. Der Text des Liedes beschreibt die Maxime des Ehrenvorsitzenden, die zu seinem Vermächtnis wird:

„Wahrheit suchen, Tugend üben, Gott und Menschen herzlich lieben, das sei unser Losungswort“

Am 28. Juni des Jahres 1981 nimmt die Kapelle unter der Leitung von Artur Kumpf erstmals am Wertungsspielen des Blasmusikverbandes Rhein-Neckar teil. Frenetischer Jubel begleitet die Bekanntgabe des Ergebnisses: „1. Rang mit Auszeichnung !“ 1982 besteht die Kirchenmusik aus stolzen 49 Aktiven und 344 Passiven. Ein Jahr später blickt der Verein auf sein 20-jähriges Bestehen zurück. Das Jubiläum wird mit einem Festgottesdienst eingeleitet und im Rahmen des zu dieser Zeit noch alljährlichen Musikfestes gefeiert.

1984-1993

Ein Talent, das jedem frommt, hast du in Besitz genommen.
Wer mit holden Tönen kommt, überall ist der willkommen.

Johann Wolfgang von Goethe

Durch ihre zahlreichen Engagements weit über die Grenzen Abtsteinachs hinaus steigt der Bekanntheits- wie der Beliebtheitsgrad der Kirchenmusik in den Folgejahren steil nach oben. Die alljährlichen Konzerte am Vorabend zum Muttertag, die Dirigent Artur Kumpf ins Leben ruft und für das Orchester zum festen Termin im Jahreskreis macht, sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Nicht zuletzt deshalb, weil es der Kirchenmusik inzwischen möglich ist, Solo-Partien aus den eigenen Reihen zu besetzen. Die Solisten kommen aus allen Instrumentengruppen. Stellvertretend für alle seien hier Conny und Stefan Wetzel, Michael Wetzel, Albrecht Schütz oder Andrea Kumpf-Blänsdorf erwähnt. Unvergessen bleibt auch das begeisternde Xylophon-Solo „Zirkus Renz“ des inzwischen verstorbenen Fritz Grauer im Jahre 1984.
I
m Jahre 1986 wird die Katholische Kirchenmusik Ober-Abtsteinach zum zweiten Male in ihrer Vereinsgeschichte mit der Ausrichtung des großen Diözesan-Musikfestes der Diözese Mainz betraut. Die damalige Vorstandschaft nimmt die Herausforderung an. Selbstgesetztes Ziel ist die Organisation und Durchführung eines Diözesan-Musikfestes, das alle bislang erlebten Musikfeste übertrifft. Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen bringen sich Vorstand, Musiker und Musikerinnen, die Musikerfrauen, die Beerenweiber und viele Mitglieder und Freunde der KKM mit großem Engagement im Vorfeld und während des Festes ein. Vorsitzender Michael Wetzel stellt frühzeitig die Weichen. Man plant die Verpflichtung einer aktuellen Band, um auch der Jugend etwas zu bieten. Ein aufsteigender Stern am Pop-Himmel dieser Tage ist die „Münchener Freiheit“ deren Titel in den Charts immer höher klettern. Schnelles Handeln und viel Geschick beim Vertragsabschluss ermöglichen schließlich, dass diese absolute Top-Formation nach Ober-Abtsteinach ins Festzelt kommt. Doch nicht nur die Jugend kommt auf ihre Kosten. Neben der „Münchener Freiheit“ wird auch „Robert Payer und seine Original Burgenland-Kapelle“ verpflichtet.

Das 21. Diözesan-Musikfest vom 16. – 19. Mai 1986 wird zu einem Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Im großen Festprogramm sind das Pop-Konzert mit der Münchener Freiheit, deren Hit „Ohne Dich“ zu diesem Zeitpunkt an der Spitze der Charts steht, das traditionelle Maienkonzert zusammen mit dem Musikverein Heiligkreuzsteinach vor über 700 Gästen, ein großer Kindernachmittag unter dem Motto: „Manege frei, wir machen Zirkus“ und der große Abend für alle Blasmusikfreunde mit der Burgenland Kapelle. Den Festgottesdienst am Pfingstmontag und das freundschaftliche Musizieren gestalten 24 Vereine. Nach dem Schlusswort des Diözesan-Präses, Pfr. Dieter Best, und dem gemeinsamen Schlussmarsch aller Bläserchöre gehen 4 Festtage zu Ende, die einen nachhaltigen Eindruck bei allen Gästen hinterlassen haben.

Im Jahre 1987 nimmt die Kapelle mit 44 Aktiven am Wertungsspielen in Rauenberg teil und erreicht den 1. Rang. Der Jahresausflug führt nach Frontignon in Südfrankreich. Unvergessen für alle bleiben die schönen Stunden bei „Papa Jaques“ und die Abende am Meer, denen „Pière“ mit seinem Gitarrenspiel eine ganz besondere Atmosphäre gibt.

Ein Jahr später feiert die Kirchenmusik ihr 25-jähriges Jubiläum. Zu diesem Fest wird eine Vereinsnadel geschaffen, die künftig verdienten Musikerinnen und Musikern verliehen werden kann. Die neue Vereinsnadel wird im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten für 25-jährige Aktivität an folgende Musiker erstmals verliehen: Hans Arnold, Willibald Berbner, Theo Rohr, Hans Unrath, Heinz Wetzel und Michael Wetzel. Josef Kohl und Lorenz Rohr werden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die Jubiläumsfeierlichkeiten beginnen mit einem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder. Nach einem Festkommers spielen die Musikvereine aus dem Gorxheimertal und Heiligkreuzsteinach zur Unterhaltung der Gäste auf. Einem Tanzabend am Samstag folgt sonntags ein bunter Nachmittag mit Unterhaltungsmusik befreundeter Kapellen. Zum Festausklang am Montag findet erstmals ein „Stonischer Owend“ statt, bei dessen Programm die Ortsvereine ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen. 

Bild der Kapelle von 1988

Nach den Jubiläumsfeierlichkeiten wendet sich der Verein wieder den alltäglichen Geschäften zu. Wöchentliche Proben, kirchliche und weltliche Auftritte wie auch Konzerte bestimmen den Musikeralltag. Die Jahresausflüge sind immer wieder gesellige Höhepunkte. Sie führen in diesen Jahren nach Pera di Fassa, Pertisau, Ischgl, Zell am See, Ainring und Malcesine.

Beim Wertungsspielen 1991 in Dielheim erreicht die Katholische Kirchenmusik den 1. Rang. Dirigent Artur Kumpf verfügt über 37 Musikerinnen und Musiker. Ein Jahr später veranstaltet die KKM als Ausrichter des Kirchweihfestes erstmals einen Musikwettstreit, aus dem der Musikverein Unter-Schönmattenwag als Sieger hervorgeht.

1993 steht das 30-jährige Jubiläum des Vereins an. Die Neuwahlen der Jahreshauptversammlung bringen auch in der Vorstandschaft einige Änderungen, die sich fortan wie folgt zusammensetzt: 1.Vorsitzender: Michael Wetzel, 2. Vorsitzender: Heinz Wetzel, Kassenwart: Richard Hintenlang, Schriftführer: Walter Jungheinrich, Aktivenvertreter: Hans Unrath, Jugendvertreterin: Kerstin Wetzel, Notenwart Albrecht Schütz, Instrumentenwart: Dieter Hintenlang, Passivenvertreter: Thomas Lammer sowie die Beisitzer Willibald Berbner, Helmut Hintenlang, Richard Knapp und Ulrich Schmitt. Dirigent Artur Kumpf und Ehrenvorsitzender Hans Arnold komplettieren den Vorstand. Mit wenigen Ausnahmen bleibt der Vorstand über viele Jahre unverändert, man setzt auf Kontinuität. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Jubiläum findet wieder ein „Stonischer Owend“ statt. „Ein musikalischer Beitrag zum Programm“ lautet die Vorgabe. Jede Straße des Ortsteils Ober-Abtsteinach stellt eine eigene Kapelle oder einen Chor auf und zeigt damit die Verbundenheit der Bürger mit ihrer Kirchenmusik. Der Jubiläumsausflug in diesem Jahr führt die KKM-Familie nach Eppan in Südtirol.

1994 - 2007

Geh, wohin du willst: Wo du auch Menschen triffst,
überall wird dir ihre Musik ihr innerstes Wesen erschließen.

Mit dem Niveau und dem Repertoire der KKM Ober-Abtsteinach nimmt auch die Bereitschaft zu, neue Wege zu gehen, bietet doch gerade die Musik eine nicht enden wollende Palette von Möglichkeiten. Erstmals in der Vereinsgeschichte gibt die KKM im Jahre 1994 zusammen mit den Weinheimer Sängerknaben, einem reinen Knabenchor, zwei vorweihnachtliche Konzerte in Abtsteinach und Weinheim. Das Experiment dieser doch ungewöhnlichen Klangkombination gelingt und begeistert ebenso die Besucher wie auch spätere gemeinsame Konzerte unter der musikalischen Gesamtleitung von Artur Kumpf mit dem Katholischen Kirchenchor "St. Cäcilia" Ober-Abtsteinach, dem MGV Ober-Abtsteinach oder dem Hardberg-Intermezzo.

Gute Qualifikationen sind die Voraussetzung dafür, will man neue Weg erfolgreich beschreiten. Immer wieder sind Musikerinnen und Musiker der KKM bereit, sich selbst weiterzubilden, ein zweites oder gar drittes Instrument zu erlernen, aber auch Lehrgänge zu besuchen um das Klangbild wie gleichsam das Klangvolumen des Orchesters zu vervollständigen, eine Prämisse, die sich der Dirigent in den 30 Jahren seiner Tätigkeit immer wieder setzt. Die KKM profitiert dabei über viele Jahre hinweg bis auf den heutigen Tag von Ausbildern aus den eigenen Reihen. Stellvertretend für viele, die immer wieder ihr instrumentales Wissen und Können weitergeben, seien hier Andrea Kumpf-Blänsdorf, Kerstin Köhl, Artur Kumpf, Albrecht Schütz wie auch Alexandra und Uli Schmitt genannt.

Gutes Instrumentalspiel, auch auf mehreren Instrumenten, ist Voraussetzung für die "Gründung" der Straßenmusikanten der KKM, die Artur Kumpf weitblickend in die Wege leitet. Er erkennt dabei die Notwendigkeit, sich ebenso flexibel wie vielseitig zu präsentieren. Immer wieder gibt es Anfragen von Veranstaltern, die eine kleinere Formation wünschen. Die Straßenmusikanten, etwa 15 an der Zahl, spielen fortan regelmäßig bei Frühschoppen und Hoffesten und begeistern mit ihrem Repertoire. In vielen Stücken der Straßenmusikanten spielt nunmehr ein Akkordeon mit, ein für Blasorchester recht ungewöhnliches Instrument.

Gegensätzlich und doch immer sehr gelungen bleiben die jährlichen Vereinsausflüge. So wohnt man beispielsweise nach einem Ausflug nach Lübeck im Folgejahr in einer Burg im Tauferer Tal. Michael Wetzel erhält 1996 für 15 Jahre Tätigkeit als 1. Vorsitzender die Förderer-Medaille des Kreisverbandes in Silber.
Der Verein besteht Ende des Jahres aus 37 aktiven Musikerinnen und Musikern und 338 passiven Mitgliedern.

1998 nimmt die Kirchenmusik am Diözesan-Musikfest in Mainz teil. Dem Dirigenten Artur Kumpf wird in diesem feierlichen Rahmen die Ehre zuteil, Ehrendirigent des großen Finales zu sein.

Anlässlich des Fastnachtsumzuges überraschen die Beerenweiber die Aktiven mit neuen, selbst genähten Clown-Kostümen.

Im Jahre 2000 spielt die Trachtenkapelle der KKM Ober-Abtsteinach unter dem Titel „So klingt´s bei uns in Stonisch“ mit MoBil-Records-Hirschberg ihre erste CD bzw. MC ein. Monatelangen Proben folgen an 2 Wochenenden die Aufnahmen in der SKG-Halle in Löhrbach und im Pfarrsaal von „St. Marien“ in Weinheim. Neben verschiedenen Titeln aus dem Genre „Volkstümliche Musik“ ist auf der CD auch der Erkennungstitel der KKM „Musikanten aus dem Odenwald“, komponiert und getextet von Peter Becker, arrangiert von Artur Kumpf, zu hören. Längst ist die Polka zum Ohrwurm avanciert und darf bei keinem Auftritt der Trachtenkapelle fehlen. Dies sollte nicht das einzige Arrangement des langjährigen KKM-Dirigenten bleiben. Immer wieder gerne legt das Orchester Stücke auf, die Artur Kumpf für seine KKM im Arrangement aufbereitet hat.

Im Rahmen des Maienkonzertes 2000 wird die CD einem breiten Publikum vorgestellt.

Dem 2. Vorsitzenden Heinz Wetzel und dem Kassier Richard Hintenlang werden für jeweils 30-jährige Amtszeit im gleichen Jahr die Förder-Medaillen des Kreisverbandes in Gold verliehen. Dem Tenor-Hornisten und Vorstandsmitglied Hans Unrath wird eine ganz besondere Ehre zuteil. Anlässlich seines 70.Geburtstages wird er als erster aktiver Musiker zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.
Im Jahre 2001 erkrankt Gründer, Vorstandsmitglied und aktiver Musiker Willibald Berbner an Leukämie. Unter Federführung der KKM und Schirmherrschaft von Abtsteinachs Bürgermeister Rolf Reinhard wird die Aktion „Hilfe für Willibald“ ins Leben gerufen, um einen Knochenmarkspender zu finden. Am 1. April 2001 lassen daraufhin fast 1000 potenzielle Knochenmarkspender ihr Blut typisieren.
 
Die KKM geht „online“. Unter der Domain „http://www.kkm-abtsteinach.de“ ist man im weltweiten Internet präsent. Webmaster ist zunächst Thomas Lammer, seit 2008 betreut Marc Riesinger die Internet-Präsenz des Vereins.

Vorsitzender Michael Wetzel erhält für 20-jährige Tätigkeit die Förder-Medaille in Gold. Das Jahr wird überschattet durch den Tod des langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden der Katholischen Kirchenmusik Ober-Abtsteinach, Hans Arnold. Sein segensreiches Wirken im Dienste der Blasmusik bleibt unvergessen.

Im gleichen Jahr feiert Artur Kumpf sein 25-jährigen Dirigentenjubiläum bei der KKM mit einem beeindruckenden Jubiläumskonzert in der vollbesetzten Halle am Sportplatz in Ober-Abtsteinach.

Bei den Neuwahlen bleibt der Vorstand der KKM unverändert. Das Gremium arbeitet nunmehr seit 1996 in dieser Zusammensetzung und zeigt sich auch für die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Jubiläum verantwortlich.
Dieses findet im Jahre 2003 in Verbindung mit der „Stonischer Kerwe“ statt. Wie bei allen bisherigen Jubiläen und Festlichkeiten des Vereins steht auch dieses Mal wieder die Musik in all ihrer Vielfältigkeit im Mittelpunkt des Geschehens. Dem Auftakt mit zünftiger Blasmusik durch die KKM folgt eine Disco-Nacht für die Jugend. Am Samstagabend lädt der Veranstalter dann zum traditionellen Kerwetanz. Am Kerwesonntag überbringen befreundete Blaskapellen im Festzelt ihre musikalischen Glückwünsche und zum Festausklang am Montag sind nach dem traditionellen Frühschoppen am Vormittag in den Abendstunden Tanz, Show und Tombola angesagt.

Seit Sommer 2003 hat die KKM eine Jugendband unter der Leitung von Andrea Kumpf-Blänsdorf und Walter Jungheinrich. Mit großem Spaß am gemeinsamen Musizieren gehen die jungen Nachwuchsmusikerinnen und -musiker die Probenarbeit an. Moderne Orchesterliteratur aus der Pop-, Oldie- und Schlagerszene wird hier aufgelegt.
Schon wenige Monate später im Jahre 2004 ist die Jugendband auf einem Niveau, das es erlaubt, selbständige Auftritte zu planen. Ihr Debüt gibt die Jugendband im Rahmen des traditionellen Maienkonzertes 2004. Schon bald verstärken Mitglieder der Jugendband auch das Gesamtorchester. Längst ist offensichtlich, dass die Jugendband wie die gesamte Jugendarbeit ein unverzichtbarer Fundus für die Zukunft der Kirchenmusik sind.

Im gleichen Jahr kann Dirigent Artur Kumpf auf "50 Jahre aktiver Volksmusiker" verweisen, ein gewiss nicht alltägliches Jubiläum.

Im Rahmen eines Ehrungsabends werden 39 passive Mitglieder für 40 Jahre und 11 passive Mitglieder für 25 Jahre Treue zum Verein geehrt. Dirigent Artur Kumpf erhält vom Deutschen Blasmusikverband die Fördermedaille in Gold mit Urkunde sowie die Dirigentennadel in Gold der Bundesvereinigung Deutscher Blas- und Volksmusikverbände. Walter Jungheinrich erhält die Förder-Medaille des Kreisverbandes in Gold für 20 Jahre Tätigkeit als Schriftführer.
Vom Diözesanverband der Bläserchöre der Diözese Mainz erhält Artur Kumpf darüber hinaus für seine außergewöhnlichen Leistungen und Verdienst um die Kirchenmusik das Wappenschild mit Ehrenurkunde.

Im Dezember des Jahres lässt die KKM durch ein gemeinsames weihnachtliches Konzert mit der "Chorgemeinschaft Volker Schneider" erneut aufhören. Musikkritiker des "Mannheimer Morgens" schreiben anschließend: "...Bei den Musikern aus dem Odenwald handelt es sich um eine nicht nur Heimat verbundene sondern auch hoch qualifizierte Formation!"

Auch in den folgenden Jahren stellt sich die Trachtenkapelle der KKM neuen Herausforderungen. So findet im Jahre 2005 erstmals ein großes Open-Air-Konzert auf der Grillanlage „Steinachquelle“ in Ober-Abtsteinach statt. Die neu gegründete Jugendband bereichert erfolgreich das Konzertprogramm.
Im gleichen Jahr gewinnt die Kapelle den musikalischen Wettstreit im Rahmen der Odenwälder Musikantenscheuer. Verdiente Mitglieder und Verantwortungsträger des Vereins erfahren Ehrungen. Heinz und Michael Wetzel sowie Willibald Berbner erhalten u.a. den Ehrenbrief des Landes Hessen. Helmut Hintenlang wird für "40 Jahre aktiver Blasmusiker geehrt", andere Orchestermitglieder folgen.

Im Frühjahr des Jahres 2006 haben 5 Musikerinnen und Musiker der KKM die Idee, die musikalische Angebotspalette der Kirchenmusik gleichsam zu erweitern wie zu bereichern. Dr. Brigitte Hoffmann am F-Horn, Heinz Wetzel an der Tuba, Conny Wetzel an der Posaune sowie Dieter Hintenlang und Stefan Wetzel an den Trompeten gründen in dieser Brass-Besetzung das Bläserquintett "Heilig´s Blechle". Spektakuläre Auftritte der 5 Vollblutmusiker lassen nicht lange auf sich warten. Die Kirchenmusik ist um eine weitere musikalische Attraktion reicher.

Große Veränderungen bringt das Jahr 2007. Dirigent Artur Kumpf kündigt zum Jahresende seinen Rücktritt an. Alle folgenden Auftritte in 2007, das große Abschiedskonzert im Mai wie auch das vorweihnachtliche Kirchenkonzert am 2. Advent des Jahres werden noch einmal unter seiner Stabführung zu einer „Tour des Erfolgs“ mit begeistertem Publikum.
Die musikalische Entwicklung der Kirchenmusik sucht seit der ersten Probe unter Artur Kumpf am 12. Januar 1977 bis heute Ihresgleichen. In 30 Jahren formt er ein Orchester, das nicht nur auf sehr hohem Niveau steht, sondern das auch weit über die Grenzen des Odenwaldes hinaus bekannt und beliebt ist. Es gibt kaum eine Auszeichnung und Ehrung, die Artur Kumpf nicht zuteil wird. Neben der Fördermedaille in Gold wird er vom Blasmusikverband mit allen Ehrungen ausgezeichnet, die für aktive Musiker und Dirigenten möglich sind. Auch seitens der Diözese Mainz erfährt der Dirigent viele Auszeichnungen, u.a. die Medaille "Dank und Anerkennung des Bistums Mainz" mit Ehrenurkunde von Kardinal Lehmann. Die Katholische Kirchenmusik selbst, um die sich Artur Kumpf in drei Jahrzehnten mehr als verdient gemacht hat, ernennt ihn zu ihrem Ehrendirigenten.

Der Dirigentenwechsel bleibt im Jahr 2007 nicht die einzige einschneidende Veränderung. Nach Unstimmigkeiten mit der Gemeinde tritt der Vorsitzende der Katholischen Kirchenmusik Ober-Abtsteinach, Michael Wetzel, nach 26 Jahren Amtszeit im Sommer 2007 von seinem Amt zurück. Michael Wetzel hat das Gesicht der KKM maßgeblich geprägt. Die Vereinsgeschichte der KKM gestaltete sich unter seiner Führung als Erfolgsgeschichte. In 26 Jahren standen Handeln und Wirken von Michael Wetzel immer im Zeichen der Liedzeile, die sein Vorgänger im Amt, Hand Arnold, der KKM Ober-Abtsteinach zum Vermächtnis machte:

„Wahrheit suchen, Tugend über, Gott und Menschen herzlich lieben:
das sei unser Losungswort.“

Am 21. September des Jahres 2007 findet im Vereinslokal „Zum Goldenen Bock“ in Ober-Abtsteinach eine außerordentliche Generalversammlung statt, in der die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Nach den Neuwahlen setzt sich die neue Vorstandschaft wie folgt zusammen:
Neuer 1. Vorsitzender wird Thomas Lammer, 2. Vorsitzender Vizedirigent Albrecht Schütz, Schatzmeister Richard Hintenlang und Schriftführerin Stefanie Jöst.
Beisitzer mit verschiedenen Aufgaben ergänzen die Vorstandschaft. Es sind dies Dieter Hintenlang, Richard Knapp, Helmut Hintenlang, Uli Schmitt (Bass), Heinz Wetzel, Andrea Kumpf-Blänsdorf, Conny Wetzel, Marc Riesinger und Stefan Wetzel. Vertreter der Jugendband im Vorstand ist Max Hintenlang. Zur Vertreterin der Beerenweiber wird Margit Lammer gewählt. Alle Wahlen bringen einstimmige Ergebnisse und unterstreichen die große Harmonie unter dem aktiven und passiven Mitgliedern des Vereins. Mit Dankbarkeit und Freude ernennt KKM Ober-Abtsteinach Michael Wetzel zu ihren Ehrenvorsitzenden.

Am 09. Dezember 2007, dem 2. Adventssonntag, findet in der Pfarrkirche St. Bonifatius Ober-Abtsteinach ein großes vorweihnachtliches Konzert statt. Es ist gleichzeitig das letzte Kirchenkonzert der KKM unter der Stabführung von Artur Kumpf, der noch einmal ein großartiges Konzertprogramm zusammengestellt hat. Der Kirchenchor St. Cäcilia Ober- Abtsteinach, Sänger des MGV 1875, der Chor der Steinachtal-Grundschule, die Beerenweiber und eine Flötengruppe bereichern mit ihrer Mitwirkung das Konzert.  Im Rahmen dieses vorweihnachtlichen Konzertes zeichnet Präses und Pfarrer Franz Stolle den langjährigen Vorsitzenden der Kirchenmusik, Michael Wetzel, im Namen von Karl Kardinal Lehmann, Bischof des Heiligen Stuhles von Mainz, mit der Medaille "Dank und Anerkennung des Bistums Mainz" aus. Im Text der Ehrenurkunde heißt es:
"Sie haben sich große Verdienste um die Kath. Kirchenmusik erworben, vielfach die Gottesdienste zu besonderen Anlässen
mitgefeiert, die Feiertage erhaben und mitreißend gestaltet und immer die Großtaten Gottes dabei verkündet. Ihrem vorbildlichen persönlichen Engagement ist die gute Zusammenarbeit unter den Musikern zu verdanken....!"

2008 - 2012

Ein Talent, das jedem frommt,
hast du in Besitz genommen.
Wer mit holden Tönen kommt,
überall ist der willkommen.
Johann Wolfgang von Goethe
 

Nach dem Umbruch im Herbst 2007 gilt es in erster Linie, Stagnation oder gar Rückschritt zu vermeiden und das Vereinsschiff wieder auf ruhigen, erfolgreichen Kurs zu bringen.

Ab 01. Januar 2008 übernimmt Walter Jungheinrich das Chefdirigat und wird damit musikalischer Leiter der KKM. Seine wichtigste Aufgabe ist neben Engagements beim OKACLU oder beim Abend der Blasmusik in Kocherbach die Vorbereitung eines Open-Air-Konzertes, geplant für Juni 2008. Das Konzert stellt in seiner Konzeption alle Gruppierungen der Katholischen Kirchenmusik Ober-Abtsteinach, die Jugendband, die Brass-Formation Heilig´s Bleche, die Straßenmusikanten und das Gesamtorchester vor. Witterungsbedingt müssen Konzert und das Musikantentreffen einen Tag später in der Halle am Sportplatz stattfinden. Das Konzert erfüllt die hochgesteckten Erwartungen und begeisterte einmal mehr das Publikum.

Schon Wochen vor dem Konzert teilt Walter Jungheinrich der Vorstandschaft mit, dass er nach dem Juni-Konzert der KKM aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Dirigent zur Verfügung stehen kann. Zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres muss sich die KKM einen neuen Chefdirigenten suchen.
3 Kandidaten kommen in die engere Wahl. Nach sondierenden Gesprächen entscheidet sich die Vorstandschaft einstimmig für die Verpflichtung von Thomas Tischler zum neuen Chefdirigenten und musikalischen Leiter der Katholischen Kirchenmusik Ober-Abtsteinach.  Der dynamische Vollblutmusiker Tischler nimmt seine Arbeit am 01. September 2008 offiziell auf.

Im August des Jahres wird der langjährige Präses der KKM, Pfr. Franz Stolle, in den Ruhestand verabschiedet.  Die Feierlichkeiten werden von der Kirchenmusik ebenso musikalisch begleitet wie die Amtseinführungen des neuen Präses. Pfr. Dr. Spinger und seinem Vikar Pfr. Miedreich.

Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu bereiten

Diesen Satz des Aristoteles hat sich auch Thomas Tischler auf seine Fahnen geschrieben. Mit viel Sachverstand, Schwung und Elan legt er besonderen Wert auf moderne Musik im Big-Band-Sound, ohne dabei die traditionelle Blasmusik zu vernachlässigen.

Eine wichtige Komponente dafür ist eine leistungsfähige Beschallungsanlage. Nach einer sehr erfolgreichen Spendenaktion ist es der KKM möglich, eine neue Anlage komplett mit Spendengeldern zu finanzieren. Seitdem sind Kompositionen und Arrangements mit Gesangsstimmen feste Bestandteile der wöchentlichen Probenarbeiten.

Foto-Termine an außergewöhnlichen Orten mit Photographin Monika Berbner ermöglichen der KKM einen neuen, aktuellen Internet- Auftritt.  Die Seiten von Webmaster Marc Riesinger sind unter der Adresse „http://www.kkm-abtsteinach.de“ seit April 2008 online.

Der Verein gibt sich eine neue Ehrenordnung, die allen Mitgliedern per Post zugeht. Neu festgelegt in 2008 werden auch die Vergütungsrichtlinien der KKM für Engagements der einzelnen KKM-Gruppierungen.

Erstmal führt die Jugendband der KKM unter der Leitung von Andrea Kumpf-Blänsdorf einen Probentag in Ladenburg durch. Danach macht sie mit einigen Solo-Auftritten im kirchlichen wie im weltlichen Bereich auf sich aufmerksam.

Unerwartet wird ein musikalischer Frühschoppen anlässlich der „23. Internationalen Oldtimer-Nibelungenfahrt“ durch Abtsteinach am 27. April des Jahres zu einer in jeder Hinsicht überaus erfolgreichen Veranstaltung der KKM.
Musikalische Höhepunkte für die Musikerinnen und Musiker sind in diesem Jahr neben dem Sommerkonzert die Auftritte im Rahmen des Bistumsfestes anlässlich des 25-jährigen Bischofs-Jubiläum von Karl Kardinal Lehmann im Dom zu Mainz sowie der Auftritt von „Heilig´s Blechle“ auf der Aktionsbühne am Domplatz am 5. Oktober.

Am 23. Dezember organisieren die Verantwortlichen der Kirchenmusik ein vorweihnachtliches Konzert in der Pfarrkirche St. Bonifatius mit dem weltberühmten „Petersburger Knabenchor“ aus dem russischen St. Petersburg.

Eine Ära geht bei der Jahreshauptversammlung 2009 zu Ende. Richard Hintenlang, 30 Jahre lang Kassenchef der Katholischen Kirchenmusik Ober-Abtsteinach, übergibt sein Amt an Stefan Wetzel. In einer Laudatio würdigt Vorsitzender Thomas Lammer die Verdienste, die sich Richard Hintenlang um die KKM erworben hat. Der scheidende Kassier bleibt dem Vorstand als Beisitzer erhalten. Max Hintenlang scheidet als Jugendvertreter aus dem Vorstand aus. Die Versammlung wählt Lisa Beckert einstimmig zu seiner Nachfolgerin.
Richard Knapp und Stefan Jöst erhalten für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft an der KKM die Ehrennadel des Vereins in Silber.

Bild der Kapelle vom März 2008

2009 ist die KKM Ausrichter des Kirchweihfestes in Ober-Abtsteinach. Nach intensiver Vorplanung und vorbildlichem Engagement aller Musikerinnen, Musiker und Beerenweiber wird die „Stonischer Kerwe 2009“ zu einem Top-Event, das man noch lange in Erinnerung behalten wird. Das abwechslungsreiche Programm an vier Festtagen hat für jeden etwas zu bieten. 

Frühschoppen am Kerwesonntag

Nach dem turbulenten Auftakt am Freitag mit der Rockformation „NERO“ spielt am Samstag Martin Böhm mit seiner Empire-Band zum Kerwetanz auf. Der Sonntag ist Familientag. Nach einem musikalischen Frühschoppen mit der Gesamtkapelle lädt am Nachmittag die Jugendband ins Tattoo-Studio und an die Cocktailbar ein. Der Montag beginnt mit dem traditionellen Kerwefrühschoppen, musikalisch umrahmt von den Straßenmusikanten. Zum Kerweausklang mit großer Tombola spielt schließlich „Flying Dutchman“, die Tanz- und Showband des KKM-Dirigenten Thomas Tischler.

Der Dank für ein rundum gelungenes Kirchweihfest findet in einem großen Helferfest in den Kellergewölben des Auentalhofes in Birkenau- Löhrbach seinen stimmungsvollen Abschluss.

Wer neue Wege gehen will, muss die alten verlassen

Die musikalische Arbeit nach der Sommerpause dient in erster Linie zur Vorbereitung vom „Abend des Musicals“, der am 31. Oktober 2009 im Jugendheim stattfindet. Es wird ein Abend der Superlativen. Dirigent Thomas Tischler setzt mit seinen Musikerinnen und Musikern sowie den Gesangssolisten Natascha Vettel, Nadine Jöst und Thomas Lammer markante Zeichen. Der Abend ist Wochen zuvor restlos ausverkauft, die Kartennachfrage sprengt alle Erwartungen. Der Soundtrack zum „Tanz der Vampire“ wie alle anderen Titel aus bekannten Musicals werden für die Besucher zu einem echten Klangerlebnis. Mit 42 Musikerinnen und Musikern erreicht die KKM die bislang größte Zahl an Aktiven bei einem Konzert.

Abend des Musicals am 31.10.2009

Beim Abend des Musicals besteht die neue Beschallungsanlage der KKM Ober-Abtsteinach ihre erste richtige Bewährungsprobe. Dabei leistet das Anlagenteam mit Richard Knapp, Marc Riesinger und Helmut Hintenlang beste Arbeit. Die „Bass-Abteilung“ des Orchesters wird erstmals bereichert durch Kerstin Köhl an ihrer neuen Tuba. Das Bühnenbild bedient sich mit wechselnden Hintergrundbildern modernster Computertechnik, ein weiteres Novum in der Geschichte der KKM.

Um die neue Beschallungsanlage auch bei auswärtigen Engagements einsetzen zu können, ohne die privaten PKWs der Musiker zu strapazieren,  schafft sich die KKM zum Transport einen Anhänger an.

Die letzten Wochen des Jahres 2009 stehen ganz im Zeichen der „Musikalischen Stunde zum Advent“, zu der die KKM am 4. Adventssonntag in die Pfarrkirche St. Bonifatius einlädt. Das facettenreiche Programm reicht von J. S. Bach bis John Lennon und wird vom Gesamtorchester und der Brass Formation Heilig´s Blechle abwechselnd gestaltet. Erstmals bereichern Mitglieder der Jugendband mit dem Vortrag besinnlicher Texte das Programm.

Ein gemütliches Beisammensein nach der letzten Probe 2009 und das feierliche Hochamt am 1. Weihnachtstag beschließen ein überaus erfolgreiches Jahr der Kirchenmusik.

Die Berichte anlässlich der Jahreshauptversammlung 2010 ziehen durchweg  positive Bilanzen. Musikalisch zeigt sich die KKM bestens aufgestellt. Zum 1. März 2010 hat das große Orchester die Rekordzahl von 46 aktiven Musikerinnen und Musikern vorzuweisen. Doch nicht nur die Quantität, auch die Qualität erfährt eine stete Steigerung. Die Aktiven sind mit großer Freude bei der Sache, was durch sehr guten Probenbesuch und beeindruckende Auftritte deutlich wird. In den letzten 12 Monaten können die KKM und ihre Gruppierungen auf insgesamt 16 weltliche und 12 kirchliche Auftritte verweisen. Das Vereinsvermögen erfährt in den letzten 2 Jahren durch die Neuanschaffungen einer Beschallungsanlage, eines Anhängers, einer Tuba sowie eines Baritons beachtliche Steigerung.
Die Musiker Dieter und Richard Hintenlang, Stefan Wetzel und Bertram Arnold erhalten für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft in der KKM seitens der Diözese die Ehrennadel des Diözesanmusikverbandes in Gold.
Die Vorstandschaft wird per Wahl komplett für weitere 3 Jahre im Amt bestätigt. Vorsitzender ist Thomas Lammer, sein Stellvertreter Abrecht Schütz. Für die Finanzen ist Stefan Wetzel zuständig, Stefanie Jöst ist Schriftführerin. Als Beisitzer im Vorstand fungieren: Heinz Wetzel sen., Andrea Kumpf-Blänsdorf, Helmut Hintenlang, Dieter Hintenlang, Conny Wetzel, Richard Knapp, Richard Hintenlang, Ulrich Schmitt, Marc Riesinger und Lisa Beckert. Der Vorstand wird durch eine Vertreterin der Beerenweiber ergänzt.

Im Frühjahr 2010 macht die Jugendband der KKM von sich reden. Anlässlich der „Odenwälder Musikantenscheuer“ überzeugen die Jugendlichen unter der Leitung von Andrea Kumpf-Blänsdorf in der Rudi-Wünzer-Halle in Wald-Michelbach vor über 400 Zuhörern mit einem beeindruckenden Auftritt.

Der ursprünglich als "Open-Air"-Veranstaltung geplante Volkstümliche Frühschoppen am 02. Mai 2010 muss witterungsbedingt kurzfristig ins Jugendheim verlegt werden. Auch dort kommen die Anhänger traditioneller Blasmusik voll auf ihre Kosten. Erstmals tritt die Trompeterin Ruth Käufer als Sängerin auf. Die KKM spielt den Frühschoppen mit insgesamt 44 Musikerinnen und Musiker.

Der Jahresausflug führt Aktive, Passive und Freunde der KKM ins ostfriesische Aurich. Jung und Alt erleben dort gemeinsam unvergessene Tage.

Nach der Sommerpause ist der Fokus neben zahlreichen Engagements des Orchesters, der Straßenmusikanten und Heilig´s Blechle auf den großen Mottoabend Ende Oktober gerichtet. Unter dem Titel „Best of Rock, Pop und Schlager“ zieht Thomas Tischler bei der Umsetzung der 18 Titel alle Register seiner Bühnenerfahrung im Bereich der Unterhaltungsmusik. Der Mottoabend, bei dem die KKM Beschallung und Beleuchtung in eigener Regie übernimmt, sprengt alle Erwartungen und wird zu einer der erfolgreichsten Veranstaltungen in der Geschichte des Vereins. Jugendband wie Konzertorchester begeistern das Publikum, 4 Sängerinnen und Sänger wie auch mehrere Instrumentalsolisten ernten Szenenbeifall. Bestens bewirtet von den Beerenweibern mit ihren Helfern vor und hinter den Theken erleben die Besucher in jeder Hinsicht einen Abend der Superlative.

Der seit zwei Jahren zu registrierende Boom neuer Musikerinnen und Musiker hält in der zweiten Jahreshälfte 2010 weiter an. Die Jugendband unter der Leitung von Andrea Kumpf-Blänsdorf hat im November 31 Nachwuchsmusikerinnen und -musiker,  Thomas Tischler dirigiert im Orchester zum gleichen Zeitpunkt die stolze Zahl von 51 Aktiven, mehr als je zuvor.

Dank einer Initiative des KKM-Vorsitzenden Thomas Lammer gestalten die „Musikalische Stunde zum Advent“, das traditionelle vorweihnachtliche Konzert in St. Bonifatius,  am 4. Advent, erstmals alle kulturellen Vereine des Ortsteils Ober-Abtsteinach gemeinsam. Jugendband, mehrere Solisten, Männergesangverein 1975, das Hardberg-Intermezzo, der Kirchenchor St. Cäcilia und das Konzertorchester der KKM begeistern mit ihren musikalischen Darbietungen die Besucher, deren freiwillige Spenden am Ende in voller Höhe dem Jugendheim in Ober-Abtsteinach Zugute kommt.

Das feierliche Hochamt am ersten Weihnachtsfeiertag unter Mitwirkung der Kirchenmusik beschließt ein erfolgreiches Jahr 2010.

Rechtzeitig zu Prinzeneinholung und Boa Narhalla des OKACLU 2011 schneidern die Beerenweiber 10 neue Clownkostüme für die aktiven Musikerinnen und Musiker.

Bei der Generalversammlung im März zieht Vorsitzender Lammer eine durchweg positive Jahresbilanz.

Mitglied in einem Verein zu sein, stellt er fest, bedeute sich für seine Mitmenschen zu interessieren und Verantwortung zu übernehmen. Die Feste und Darbietungen der KKM seien Ausdruck der Gemeinschaft, Stätte der Begegnungen und Pflege der Blas- und Unterhaltungsmusik. Der Verein biete etwas, das in der privaten Freizeitgestaltung nicht möglich sei, nämlich Spaß und Freude am gemeinsamen Musizieren und das Gefühl, zusammen mit Anderen etwas erreichen zu können. Dabei setze der Vorstand seinen Fokus auf die Jugend- und Nachwuchsarbeit. Die größte Herausforderung der KKM liege darin, auch weiterhin  Menschen zu finden, die bereit sind, das bisher Geschaffene zu bewahren, die aber gleichzeitig neue Wege gehen, um die Jugend zu motivieren und zu begeistern, damit auch in  Zukunft die KKM Gott zur Ehre und den Menschen zur Freude aufspielen kann.

Der Verein hat zum Ende des Jahres 2010 stolze 345 passive Mitglieder. Thomas Tischler dirigiert im großen Orchester inzwischen 53 aktive Musikerinnen und Musiker bei einem Durchschnittsalter von gerade mal 39,1 Jahren.  In der Jugendband sorgen dieser Tage 34 Nachwuchsmusikerinnen und -musiker für Furore.

Einer guten Tradition folgend gestalten am Palmsonntag 2011 stolze 32 Musikerinnen und Musiker einen Gedenkgottesdienst für verstorbene Mitglieder der KKM. Dabei entzünden 6 Nachwuchsmusikerinnen und Musiker während der Fürbitten symbolisch für jeden Verstorbenen eine Kerze am Seitenaltar.

46 Musikerinnen und Musiker verwöhnten beim Volkstümlichen Frühschoppen im Mai dieses Jahres die Gäste im gut besuchten Jugendheim mit traditioneller Blasmusik. Einmal mehr sorgten die Beerenweiber für schmackhaftes Essen und beste Bewirtung.

Volkstümlicher Frühschoppen 2011

Zu einem ganz besonderen Erlebnis für alle Beteiligten wird der 2. Auftritt im Mannheimer Herzogenriedpark am Vatertag. Bei herrlichem Wetter stellten 48 Musikerinnen und Musiker der KKM unter der Leitung von Thomas Tischler unter dem Motto „Facetten der Blasmusik“ alle Genres der Blasmusik vor und begeisterten viele Hundert Zuhörer rund um die Konzertmuschel.

Im Juni 2011 setzt die KKM Jugendband ein weiteres Highlight in der Chronik der KKM. Im vollbesetzten Jugendheim geben 34 Nachwuchsmusikerinnen und -musiker unter der Leitung von Andrea Kumpf-Blänsdorf im Rahmen einer Musik zur Kaffeestunde erstmals ein beeindruckendes Konzert.

Anlässlich der Ober-Abtsteinacher Kirchweih spielt das Orchester der KKM nach der Eröffnung am Freitagabend mit 40 Musikerinnen und Musikern unter der Leitung von Thomas Tischler zum sonntäglichen Frühschoppenkonzert. Am Kirchweihmontag sorgen traditionell die Straßenmusikanten der KKM unter der Leitung von Albrecht Schütz für beste Stimmung im Zelt.

Trotz Sommerpause sorgen 35 Musikerinnen und Musiker beim Frühschoppenkonzert im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums des Tennisvereins in Steinklingen im Festzelt für beste Stimmung. Auch die Engagements auf den Kirchweihfesten in Siedelsbrunn und Löhrbach füllen zur Halle und Zelt. Die Straßenmusikanten der KKM wie auch das Gesamtorchester sind überall willkommene Gäste und bereichern mit ihrer Musik die Veranstaltungen in der Region.

Nach wie vor steigt die Zahl der Aktiven in Jugendband und Orchester. Dies macht erhebliche Investitionen notwendig, sei es für Instrumente oder für neue Trachten. So werden im Oktober des Jahres mehrere neue, komplette Damen-Trachten angeschafft. Großzügige Spenden helfen die finanzielle Belastung zu reduzieren.

Erstmals spielen die Straßenmusikanten zum Oktoberfest im Hotel-Restaurant Maienhof in Siedelsbrunn. 6 Stunden zünftige Blasmusik bringen die Besucher in beste Stimmung.

Aufgrund der großen Kartennachfrage findet der Mottoabend in diesem Jahr zweimal statt. An beiden Tagen erleben die Besucher im vollbesetzten Jugendheim unter dem Motto „Die große Nacht der Filmmusik“ ein Feuerwerk unvergessener Film- und TV-Melodien. Emotionale Musik, perfekte Soli und eingespielte Filmszenen und Bilder machen die Abende zu einem ganz besonderen Erlebnis. „Unsere Musik muss unserem Publikum gefallen!“  Diese ebenso einfache wie erfolgreiche Vorgabe des KKM-Dirigenten Thomas Tischler setzen die 53 Musikerinnen und Musiker bestens um.

Mottoabend 2011

Nicht weniger erfolgreich gestaltet sich die Musikalische Stunde zum Advent am 4. Adventssonntag in der Pfarrkirche St. Bonifatius. Die Kirche ist bis auf den letzten Platz besetzt, Orchester, Heilig´s Blechle und die Jugendband begeistern mit einem abwechslungsreichen Programm.

Das feierliche Hochamt zu Weihnachten 2011 beendet für die KKM ein erfolgreiches Jahr.

49 Jahre Katholische Kirchenmusik Ober-Abtsteinach - 49 Jahre Vereinsgeschichte gestalten sich als Erfolgsgeschichte. So soll diese Chronik nicht nur Rückblick sondern auch Besinnung sein, Besinnung auf die kirchlichen und kulturellen Aufgaben, die der KKM gestellt sind. Im Verein findet man Freunde, lernt andere Menschen und andere Meinungen kennen, erweitert man den eigenen Blickwinkel. Geselligkeit lässt dabei die Menschen fühlen, dass sie Menschen unter Menschen sind. Doch Freundschaft und Kameradschaft sind nicht nur wunderbare Geschenke, sie sind vielmehr eine dauernde Aufgabe.

Schließen möchte ich die Chronik der Katholischen Kirchenmusik Ober-Abtsteinach e.V. mit einem Dankeschön an alle Musikerinnen und Musiker, an die Jugendband, an die Beerenweiber wie auch an alle Mitglieder, Helfer, Freunde und Gönner des Vereins, die die KKM mit Leben erfüllen.
Danken möchte ich auch dem verstorbenen Ehrenvorsitzenden Hans Arnold, den Dirigenten Hans Schmitt und Artur Kumpf, dem langjährigen Schriftführer Walter Jungheinrich wie auch dem langjährigen Vorsitzenden Michael Wetzel, ohne deren Aufzeichnungen und Engagement diese Chronik so nicht möglich gewesen wäre.

Möge das Motto:

  “Gott zur Ehre und den Menschen zur Freude“
den Verein auch künftig durch die Wogen der Zeit tragen!

Thomas R. Lammer

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